MINT21

Seit vielen Jahren hat sich die Altmühltal-Realschule als MINT21-Netzwerkschule dem Ziel verschrieben, das Interesse und die Kompetenzen der SchülerInnen im MINT-Bereich (Mathematik, Informationstechnologie, Naturwissenschaft, Technik) zu fördern. Die Maßnahmen hierzu lassen sich grundsätzlich drei Bereichen zuordnen:

Informationstechnische Kompetenzen (Schwerpunkt Programmierung) 

Ein zukünftig besonders wichtiger Aspekt wird die digitale Bildung der SchülerInnen sein. Dem wird die Altmühltal-Realschule gerecht, indem sie neben der Vermittlung von Grundkenntnissen im Umgang mit digitalen Medien einen Schwerpunkt im Bereich der Programmierung setzt. Dies wurde bisher vornehmlich im Wahlfach „Programmieren mit Scratch“, im Wahlfach Robotik sowie im IT-Unterricht umgesetzt. 

Um den SchülerInnen einen noch früheren und möglichst spielerischen Zugang zur Welt des Programmierens zu ermöglichen, wurde ein Klassensatz von „Calliope minis“ angeschafft. Dabei handelt es sich um sternförmige, handtellergroße Platinen, die mit verschiedenen Anschlüssen, Sensoren und einem Display aus 25 LED-Lämpchen versehen sind. Im Rahmen der MINT-Stunde erstellten die SchülerInnen der 5. Klassen beim sogenannten „Coden“ in speziellen Editoren eigene kleine Programme, die dann auf den Calliope übertragen und von diesem ausgeführt wurden. Die Möglichkeiten sind trotz der Einfachheit der Editoren durchaus vielfältig, beispielsweise wurde von einigen Schülern das beliebte Spiel „Schere, Stein, Papier“ oder eine Fußgängerampel programmiert. Der entscheidende Vorteil des Systems ist, dass durch die Ausgabe des Programms auf dem Calliope ein konkretes Ergebnis vorliegt, wodurch die SchülerInnen mit viel Eifer und Spaß bei der Sache waren. 

Forschen, Experimentieren und Konstruieren

Den SchülerInnen bieten sich in ihrer Lebenswelt zunehmend weniger Möglichkeiten zu konkreten Handlungserfahrungen im technischen oder naturwissenschaftlichen Bereich. Dies trifft umso mehr auf Mädchen zu, die infolge klassischer Rollenzuweisungen kaum Gelegenheiten erhalten, sich praktisch mit MINT-Inhalten auseinander zu setzen. Um dieser Entwicklung entgegen zu wirken, wird den SchülerInnen an der ARB die Möglichkeit geboten, derartige Erfahrungen zu sammeln und dabei eigene Interessenschwerpunkte zu erkennen. Neben weiteren Maßnahmen, die an anderer Stelle dieses Jahresberichts beschrieben werden, sei in diesem Zusammenhang die MINT-Stunde in der 5. Jahrgangsstufe angeführt. Hierbei lernen die SchülerInnen die naturwissenschaftliche Arbeitsweise kennen, führen selbstständig Experimente durch und entwickeln eigene Ansätze zur Lösung ungewöhnlicher Probleme, z. B. den Bau einer möglichst stabilen Papierbrücke. Vor allem bei den Mädchen sehr beliebt war auch der „schwebende Falter“. 

Berufliche und gesellschaftliche Orientierung

Die Unterstützung der beruflichen Orientierung ist seit jeher ein bedeutsamer Faktor im Profil der Realschule. Die Altmühltal-Realschule berücksichtigt hierbei Berufsbilder aus dem MINT-Bereich in besonderem Maße. Darüber hinaus ist es von Bedeutung, über Kenntnisse zu wichtigen Themen und Problemen der heutigen Zeit (z. B. Klimawandel) zu verfügen. 

Die konkrete Umsetzung erfolgte in diesem Bereich über Expertenvorträge, Praktika, zahlreiche Betriebsbesichtigungen sowie die allgemeinen Informationsveranstaltungen im Rahmen der Berufsberatung durch die Bundesagentur für Arbeit.